Geschichte
Die Geschichte vom Weingut Prinz Salm
- Weinbau seit 1200
- Ältestes Weingut in Deutschland, ununterbrochen im Familienbesitz
Die alte Römerstraße von Mainz nach Trier führt auf den Kuppen der Weinberge des Prinz zu Salm-Dalberg'schen Weingutes an Wallhausen und Dalberg vorbei. Im Gräfenbachtal (der Gräfenbach mündet bei Bad Kreuznach in die Nahe), siedelten Kelten und Römer, die schon früh den Weinbau einführten. In der Inhaberfamilie des Prinz zu Salm-Dalberg'schen Weingutes wird er seit mindestens 780 Jahren gepflegt. Die erste urkundliche Erwähnung der Familie Salm stammt aus dem Jahre 816.
Die älteste bekannte Urkunde über den Weinbergsbesitz der Familie Dalberg (die sich damals noch Weierbach nannte) stammt aus einem Güterverzeichnis des Jahres 1200 ("Wingert in Summelachen" heute Sommerloch, respektive 1217 Weinberg auf "Breitwiesen") . Anno Domini 1150 begann die Erbauung der Dalburg oberhalb Dalberg. Die Abbildung der stattlichen Burg, nach einem alten Stich von Merian, findet sich heute auf dem Etikett des Weingutes wieder. Mit der Erfindung des Schießpulvers verlor die Burg ihre Schutzbedeutung. Schließlich machte es keinen rechten Sinn mehr mühsam auf der hohen Burg zu wohnen, so daß 1756 das Talschloß Wallhausen ausgebaut wurde und die Familie dort einzog. Zuvor war Schloß Wallhausen der Verwaltungssitz der Herrschaft gewesen und der Ort des sogenannten Amtskellers, der Dominalverwaltung. Im dortigen Archiv finden sich die "Kellereyrechnungen" der letzten Jahrhunderte.
Die Großmutter von Michael Prinz zu Salm-Salm, dem heutigen Eigentümer, war die letzte Dalberg. Sie heiratete 1911 den Prinzen Franz zu Salm-Salm. Gemeinsam führten sie den Betrieb und gehörten in den 20er Jahren zu den Gründern des "Vereins der Naturweinversteigerer an der Nahe e.V. Bad Kreuznach" [heute: "Erster Versteigerungsring der Naheweingüter im Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter" (VDP)].
An die Herrschaft der Dalberger in Wallhausen erinnert auch das Ortswappen, das seit dem 15. Jahrhundert zwei Lilien, das Wahrzeichen derer von Dalberg, trägt als Zeichen der engen Verbundenheit mit dem Wein. Eine Traube ist außerdem darauf noch zu sehen. Mit 400 ha bebauter Rebfläche gehört Wallhausen bis heute zu den größten Weinbaugemeinden Deutschlands.
Die Salms stammen aus den Vogesen. Beerbt haben sie die Wild- und Rheingrafen, die im Rhein und Nahegau ansässig waren und dort viel Weinbergsgelände und einige Kellereien besaßen. Derzeit beträgt die Anbaufläche des Weingutes circa 12 ha bestockte Rebfläche.
Die exakte namentliche Erwähnung weiterer Weinbaulagen stammt aus dem Jahre 1501. Folgende Wallhäuser Weingärten sind in der Urkunde aufgeführt:
Johannisberg, Felseneck, Pastorenberg, Kirschheck, Hasensprung und andere.